Wir müssen uns doppelt anstrengen

Am 02.02.2007 beschließte der Bundestag die im Volksmund genannte “Gesundheitsreform”.

Jeder weiß es, außer die Politiker, die Reform wird weitere Prozentpunkte kosten. Am 01.01. sind die Krankenkassenbeiträge um ca. 0,5 % gestiegen; Mitte Januar wurde bereits für den Sommer die nächste Erhöhung angekündigt.

Kurz nach der Wahl hat sich die neu formierte Bundesregierung auf die Fahnen geschrieben, dass die Lohnnebenkosten gesenkt werden müssen. Leider tritt nach und nach genau das Gegenteil ein. Im Jahr 2008 oder 2009 werden die Lohnnebenkosten die 50% Marke überschreiten.

Jedem gewannten Mathematiker dürfte wohl klar sein, dass in 15.20 Jahren diese Strukturveränderungen als Bummerang wieder die Bürgerinnen und Bürger treffen wird.

Die Arbeitgeber haben überdurchschnittliche Zuwachsraten; die Konkunktur boomt. Dabei wird seitens der Arbeitgeber bereits im Vorfeld der Tarifverhandlung weitergehende Enthaltsamkeit eingefordert.
Jeder Aktionsversammlung beführwortet die gewonnene Sparsamkeit auf dem Rücken der Arbeitsnehmer und quittiert dies mit höheren Dividenden und entsprechenden Aufsichtratsvergütungen und Provisionen.

Das eingesparte Geld fließt somit wieder zurück in das arbeitende Personal; jedoch nicht in die Arbeitnehmerschar, sondern in die Führungsetage.
Gleiches hat uns im Jahr 2005 die Deutsche Bank, allen voran Herr Ackermann vorgemacht.

Zurück zur Gesundheitsreform.
Aus der Region Salzgitter, Braunschweig haben sich alle Politiker für das Reförmchen ausgesprochen. Lediglich der für den SAlzgitteraner Wahlkreis tätige Bundesumweltminister, Sigmar Gabriel, hat nicht abgestimmt. “Wegen Dienstreise verhindert”.

Im Vorfeld sickerte bereits durch, dass die Koalition Nein-Sager nicht duldete und deshalb deren Abwesenheit an der Abstimmung “respektierte”.

Hier das Ergebnis der Abstimmung

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