Eurovision Song Contest 2007
[inspic=406,left,,0]Es ist geschafft – und das ist auch gut so.
Zwei positive Aspekte kann ich dem diesjährigen Grand Prix abgewinnen.
1. Die Zuschauer haben bereits im zweiten Jahr sensibel auf die Stimmenvergabe reagiert.
2. Die EBU hat bereits im Vorfeld eine Veränderung bei der Stimmenvergabe bekannt gegeben.
Bleibt lediglich abzuwarten, wie diese aussieht.
Bereits im letzten Jahre zeichnete sich die Kungelei ehemaliger Gemeinschaftsstaaten ab, die in diesem
Jahr einen weiteren Höhepunkt fand.
Ex-Jugoslawien ist mit der letzten Teilung 2006 auf insgesamt 6 eigenständige Länder gekommen, die auch
jeweils getrennt voneinander antreten.
Die Staaten der UdSSR oder GUS bringen es mittlerweile auf 11 Länder.
Ein Bild konnte man sich schon im Halbfinale machen. Von den 10 Finalplätzen gingen 9 an die oben beschriebenen Splitterländer. Das “westlichste” Land war die Türkei.
Ein ähnliches Bild auch im Finale: Finnland 17., Schweden 18., Deutschland ist 19., Spanien 20., Frankreich 22., England 23. und Irland 24. Platz.
Wobei es hier überhaupt nicht um einen Ost-West Vergleich geht. Lediglich die Nähe zum Nachbarland und den dortigen Familienmitgliedern.
Die Punktevergabe an Nachbar- oder befreundete Länder ist so alt wie der Grand Prix selbst. Zypern und Griechenland, England und Irland, Spanien und Andorra.
Auch Türkei und Spanien waren für die deutschen stets ein gutes Pflaster.
Es gibt aber auch negativ Beispiele: Österreich hat den deutschen nie Punkte gegeben, genauso wenig wie zwischen der Türkei und Griechenland.
Bereits jetzt werden die Bedenken gegen diese Punkte-Klüngelei als fehlende Originaltät des Westen und Verschlossenheit des ethnischen Kulturkreises vorgebracht.
Jedoch bleibt festzuhalten, dass die Staaten: Kroatien, Slowenien und Mazedonien auschließlich ihre Ex-Jugowlawien Mitgliedsländer gewählt haben.
Auf der gleiche Seite waren es: Russland, Ukraine, Litauen, Georgien, Armenien, Estland und Weißrussland, die allesamt den altgedienten Staaten die Punkte vergaben.
Aus nationaler Brille wäre vielleicht eine Möglichkeit, dass alle Bundesländer getrennt antreten und auch abstimmen dürfen. Somit hätte wir 16 potientiellen Kandidaten.
Wie kann nun ein solches System ernsthaft verändert werden ?
Zum Beispiel durch eine Regionalisierung. Statt des Halbfinals gibt es Regionalentscheide.
Ich habe mal folgende Regionen zusammengefasst:
Region 1:
Montenegro, Serbien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Slowenien, Mazedonien
Region 2:
Albanien, Rumänien, Ungarn, Bulgarien
Region 3:
Tschechien, Polen
Region 4:
Österreich, Deutschland, Schweiz
Region 5:
Portugal, Andorra, Spanien, Frankreich
Region 6:
Griechenland, Zypern, Türkei, Israel, Malta
Region 7:
Irland, Island, England
Region 8:
Dänemark, Finnland, Schweden, Norwegen
Region 9:
Weißrussland, Litauen, Lettland, Estland, Russland,
Region 10:
Armenien, Georgien, Ukraine, Moldau
Region 11:
Belgien, Niederland, Luxemburg, Lichtenstein
Jede Region macht Ihre Auschweidungwettbewerbe und schickt dann 2 Beiträge in den Eurovision Song Contest.
Jede Region vergibt nach altem Muster dann die Punkte.
Lichtenstein und Luxemburg habe ich in Region 11 aufgefüllt. Diese Staaten sind zwar keine aktuellen Teilnehmer. Werden aber bestimmt dabei sein.
Soeben habe ich gelesen, dass die EBU an eine größere “Reform” nicht denkt, vielmehr wird ein zweites Halbfinale in Erwägung gezogen, da ein neues Land im kommenden Jahr mitmachen möchte. ASERBAIDSCHAN wird zukünftig teilnehmen.
Damit hätten wir einen weiteren Vertreter der Region 10 oder der Osteuropakonnektion.
Link zur diesjährigen Punktevergabe »



