Vatertag 2007
[inspic=408,left,fullscreen,thumb] Noch nie war ich an einem Vatertag so gut vorbereitet, wie in diesem Jahr. Aus der Erfahrung heraus (2005) habe ich im Vorfeld mich komplett neu ausgestattet. Fahrradwerkzeug, Flickzeug, Pannenschaum und schließlich noch einen Ersatzschlauch habe ich gekauft und eingepackt.
Der oder die Reifen hätten 10 kaputt gehen können, ich hätte alles eingesetzt.
Doch das Schicksal sollte mich eines besseren belehren.
8.30 Uhr ab Broistedt sollte mich bzw. uns der Zug nach Hildesheim führen. Die Sachen habe ich bereits am Vorabend gepackt, so daß ich Streßfrei den morgen beginnen konnte.
Unterwegs nach Broistedt musste ich allerdings ein leichtes Ruckeln am Hinterrad vermerken. Hatte auf den ersten Blick den Anschein, dass eine sog. “Acht” im Reifen wäre.
Komisch, da ich vormals nicht ansatzweise hierfür einen Anlaß bot. Am Bahnhof angekommen ging ich dem Problem nach und musste zum größten Schreck eine neue ungeahnte Pannenmöglichkeit erkennen.
Der Mantel ist seitlich gerissen. Das Mantelgewebe guckte mir schon entgegen. PRIIIIMA. Wer denkt auch schon an einen Ersatzmantel, geschweige denn, einen mitzunehmen.
Ich ärgerte mich ziemlich, da ich dachte, in diesem Jahr könnte ich beruhigt und sorglos die Fahrradtour begehen. Pustekuchen.
Es war klar, so werde ich nicht nach Hause kommen. Blieb also die Möglichkeit in Hildesheim zu bleiben und später mit dem Zug wieder zurück zu fahren, oder einen Reifenwechsel bzw. Mantelwechsel vorzunehmen.
Diese Möglichkeit erschien mir am geeignetsten. Also auf dem Weg zum Cafe del Sol an der Tanke angehalten (wegen der Luft!!) und den Vorder- gegen den Hintermantel gewechselt.
Das Vorderrad pumpte ich nicht so stark auf, so dass sich der Mantel nur bedingt dehnte und somit auch keine Spannung erzeugte.
Im Nachhinein sollte es sich als sehr gute Entscheidung erweisen.
Hierbei sei angemerkt, dass das neu gekaufte Werkzeug sich hervorragend der Aufgabe fügte.
In 20 Minuten war alles wieder in Schuß gesetzt.
Das passte sehr gut, da wir ein Zeitfenster von 30 Minuten hatte um beim Cafe del Sol unseren bestellten Tisch zu besetzen.
Angekommen im Cafe del Sol waren wir von der Auswahl des Brunch-Buffett’s zunächst sehr angetan. Kroketten, Kassler, Calamari-Ringe, Bullettis, Speck, Rüherei, Shrimpssalat, Obstsalat, Melonenscheiben.
Leider wich der Begeisterung die Ernüchterung. Ein Blick in die Speisekarte verriet, dass zu diesem Büfett keine Getränke inklusive sind.
Eigentlich gehören für mich zu einem Büffett Kaffee, Tee und O-Saft automatisch dazu. Somit dürfte man dem Buffett-Preis von EUR 10,50 noch die Getränke hinzurechnen.
Laut Aussage des wertgeschätzen Kollegen KP war das Kassler trocken, die Calarmaris “fad”, der Obstsalat “so lala”.
Ich musste zudem feststellen, dass es Aufbackbrötchen gab.
In der heutigen Zeit ohne Backverbot an Sonn- und Feiertagen dürfte ich wohl “richtige” Brötchen erwarten.
Mein Fazit: Mehr Sein als Schein, normale Hausmannskost, nichts Außergewöhnliches. Wird unter: “muss man nicht nochmal haben” abgelegt.
Sodann ging es in die 38km Etappe über die Hildesheimer und Salzgitteraner Höhenzüge. Eine mitunter schöne Route in der wir Land- und Kreisstraßen mieden und fast ausschließlich Feld- und Waldwege nutzen.
Hier ein kleiner Eindruck:
Leider trennten sich in Heersum unsere Wege, da KP nicht abgebogen, sondern geradeaus gefahren ist. Mit einigermaßen komischen Gefühl im Bauche, entschlossen sich Oliver und ich weiterzufahren.
In Baddeckenstedt überraschte uns der erste Regenschauer, der uns zu einer kleinen Rast bei der Bäckerei verleitete.
Kurzum haben wir uns dann für den direkten Weg über Groß und Klein Elbe und Gustedt entschlossen.
Zur größten Überraschung wartete bereits KP vor der Haustür, der kurz vorher das Ziel erreichte.
Somit fand unterm Strich die Fahrradtour mit einem gemütlichen Grillen und diverse Kaltgetränke ein gelungenes Ende.



