Tommy Jaud: Hummel Dumm
Man konnte kaum an den orangefarbenen Bücherbergen vorbeigehen, so stachen sie ins Auge. Das neue Werk oder besser gesagt, der neue Roman vonTommy Jaud: Hummel Dumm; oder Hummeldumm.
Tommy Jaud zieht es nach einer Buchpause wieder in die Ferne. Diesmal nach Namibia. Der Autor entführt und auf eine 14tägige Rundreise mit einer sehr durchmischten Reisegruppe. Die Geschichte nimmt langsam Fahrt auf und spätestens zur Buchmitte darf sich der geneigte Leser in gedanklichen Szeneapplaus üben.
Besonders gelungen empfinde ich die dargestellte Gruppendynamik, die sich im weiteren Verlauf stetig entwickelt und hier und da ungeahnte Wendungen nimmt. Etwas zu langatmig empfinde ich die Adapterfrage! Mit einem erleichterten Seufzer habe die das Ende dieses Handlungsstranges aufgenommen.
Einen Wehrmutstropfen hat das (Hör-)buch. Leider wird es nicht von Christoph Maria Herbst gelesen. Das erste Drittel des Buches verbrachte ich damit, mir vorzustellen, wie CMH dieses Buch gelesen hätte. Das hat dann doch viel vom Inhalt weggenommen. Gut, Tommy Jaud kann es auch lesen; dennoch war ich schon etwas durch die hervorragende Erzählweise CMHs verwöhnt, so dass es Tommy Jaud schwer hatte, da ran zu kommen.
Ich kann dieses durchgängig seichte Buch durchaus weiterempfehlen. Es lässt sich gut lesen und hören. Die Leserschar weiß, was sie an Tommy Jaud hat und sie wird auf keinen Fall enttäuscht.
Ein besonderes Schmankerl ist auf der Internetseite tommyjaud.de zu entdecken. Neben passenden Lesezeichen und ein charmanten Aufforderung “Blödsinn zu machen” hat der Tommy auch Urlaubsfotos seiner Namibiarundreise veröffentlicht. Hierbei darf man sich auch über ein Foto von Carlos erfreuen.
Meine Wertung:
Ich schwanke zwischen vier und fünf Sternen und entscheide mich pro Autor für den fünften Stern. Die Geschichte ist wie immer locker erzählt. Tommy Jaud hat ebenfalls eine gute Stimme fürs Hörbuch. Gekonnt, aber nicht überzogene generiert der die unterschiedlichsten Dialekte. Vom schwizzerdütsch der Trixie über Bahès Deutschkenntnisse bis hin zum Wiener Schmäh der Gruberin und des Speckhuts.



